Auszüge aus der Chronik von Jesendorf

jesendorf_pfarrhaus1235 wurde Jesendorf erstmalig urkundlich erwähnt. Man nimmt an, dass Jesendorf in vorgeschichtlicher Zeit eine heidnische Kultstätte war. Fund begründen diese Annahme. Viele Funde aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit wurden im Laufe der Jahre dokumentiert. Eine Grabsteinplatte aus der Steinzeit kann man auf dem Jesendorfer Friedhof besichtigen. Beim Bau der Autobahn 241 fand man im Jesendorfer Raum die Überreste eines Bestattungsfeldes aus der frühen Eisenzeit (vor ca. 2000 Jahren).

Die Kirche Jesendorfs wurde um 1330 auf Weisung des Patrons Joachim Friedrich von Stralendorff gebaut.. Das Besondere im Kirchenschiff ist die Ursprünglichkeit und Einfachheit. Das Gutshaus des Ortes ließ Ende des 19. Jahrhundert der Gutsbesitzer König im englischen Landhausstil erbauen. Es befindet sich heute in Privatbesitz und verfällt immer mehr.
 
jesendorf_schulhausZu den ältesten Häusern des Dorfes Jesendorf gehören das ehemalige Pfarrhaus, erbaut 1871 und das ehemalige Schulhaus, erbaut 1874. 1932 wurde das Gut auf Grund von Unwirtschaftlichkeit aufgelöst und an Neusiedler, aus allen Teilen Deutschlands stammend, aufgeteilt. So entstand aus dem Gut der Ort Jesendorf.
 
Die typischen Siedlungshäuser sind heute noch, trotz vieler Umbauten, erkennbar. 1994 baute man in der Schulstraße drei Reihenhäuser. Der dörfliche Charakter wurde dabei aber immer bewahrt. 1957 wurde die 1. Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) gegründet. So ergab sich bis zur Wende 1990, dass die Mehrheit der Bevölkerung im Landwirtschaftlichen Betrieb gearbeitet hat. Mit dem Ende der LPG veränderten sich die Arbeitsverhältnisse. Nur wenige Menschen arbeiten noch im örtlichen Bereich. Viele Bürger wurden zu Pendler oder zogen weg.