Bürgermeisterbrief 2006



            An alle Haushalte

                    In Salem, Dargow und Bresahn

                           Sehr geehrte Damen und Herren,

                                          liebe Kinder und Jugendliche,
 

Zeit des Rückblickes auf das Jahr 2005 und      Vorausschau 2006!!!


Für 2006 wünschen wir Ihnen u. Euch Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!
 

Finanzen Der Finanzspielraum der Gemeinden hat sich nicht verbessert. Im Jahr 2005 sind Mehrkosten als im Haushaltsplan vorgesehen wie folgt entstanden:
EUR 11.400.- Amtsumlage, EUR 4.700.- Brandschutz-Schutzkleidung/Untersuchungen EUR 1.000.--Kindertagesstätten, EUR 2.200.- Schulumlage, EUR 3.000.- Schulkosten, EUR 9.300.- U-Steuer und Steuerberater, EUR 9.500.- G-St-Umlage; EUR 8.400- Straßen-Beleuchtung u. Reparatur, Wege Schlegeln, Knick schneiden, Winterdienst,
Amtsumlagesätze: 2004 = 34,3 %. 2005 u. 2006 =28 %. Dies beinhaltet ca. 4 % Amtsumlage zur Deckung der Kostenbeteiligung von 23 % an Unterkunft und Heizung für Bezieher von Arbeitslosengeld II. durch die Gemeinden.
Kreisumlagesätze: 2005 u. 2006 = 36,4 % incl 4,4 % für die Kosten aus Hartz IV


Ende 2004 Anfang 2005 betrug die allgemeine Rücklage der Gemeinde Salem EUR 90.000.-. Im laufenden Jahr 2005 wurden EUR 57.600.- entnommen. So verbleiben Ende 2005 noch EUR 32.400.-. Im Jahr 2006 müssen der Rücklage EUR 14.700.- entnommen werden. Stand Ende 2006 allgem. Rücklage nur noch EUR 17.700.-
Dieser Betrag kann als nicht sonderlich üppig bezeichnet werden, sollte mal etwas Unvorhergesehenes eintreten. Weitere unvermeidbare Ausgaben und Mindereinnahmen erschweren die Aufgabenerfüllung.

Der HH-Plan 2006 konnte nur durch die vorgenannte Rücklagenentnahme sowie einer Steuererhöhung ausgeglichen werden.
Folgende Steuersätze gelten ab 2006:
Grundsteuer A + B = 290 Punkte; Gewerbesteuer = 330 Punkte;
Zweitwohnungssteuer = 12 %; Hundesteuer 1, 2 und weiterer Hund = EUR 50; 75; 100 und für einen Kampfhund EUR 400.-.

Die kalkulierten Schulkostenumlagebeiträge an der Grund,- Haupt - und Realschule sowie Gymnasium und an den Kindertagesstätten inklusive der Schülerbeförderung ergeben sich aus der Anzahl der entsendeten Kinder.

Die Erweiterung der Grund - und Hauptschule in Sterley um 4 Klassenräume wird spätestens im Sommer 2006 abgeschlossen sein. Kreisgelder 20 %, Land 45% bzw. 50 %, den Rest finanzieren die umliegenden Gemeinden als Schulverbandsträger.

Bei den Kindertagesstätten wird eine Kostenverteilung wie folgt vorgenommen: Jeweils von EUR 197.550.- Pädagogische Kosten
Land: 17 % ( vorher 20 % )
Kreis: 15 % ab 1.8.2005 ( vorher 23 % dann 17,8 %) .
Kirchenkreis: 10 %
Gemeinden: 20 % = EUR 39.510.-
Gemeinden: Plus zusätzl. Unterdeckung aus Betriebskosten = EUR 61.940.-
Elternbeiträge bemessen sich aus Betriebskosten (max. Beteiligung=38% möglich
Elternbeiträge: 33,06 % ab. 1.8.05 ( EUR 102.-) für z.B. 5 Tage x 4 Std.
Elternbeitrage: ( EUR 128.-) für z.B. 5 Tage x 5 Std.

In der KiTa Sterley wird ab 1.8.2005 auch 5 x 5 Std. angeboten. Geschlossen ist die KiTa in Sterley im Sommer nur 4 Wochen und im Winter über Weihnachten / Neujahr .

Neben der Kindertagesstätte besteht auch ein Spielkreis am Mo., Mi. und Fr. jeweils von 8,00 bis 12,00 Uhr im Raum der Kirchengemeinde. Die prozentualen Zuschüsse betragen: Land 17 %, Kreis 8,2 %, Gemeinde 20 %, Kirchenkreis 5,6 %,. Der Anteil der Gemeinden ist hier EUR 5.330.- plus zusätzlichen Ausgleich der Unterdeckung von EUR 10.970.-. Der Elternbeitrag beträgt hier EUR 61.- / Monat.

Zusammenfassung KITA: Priorität der Trägergemeinden ist die Förderung der Einrichtungen und somit der Kinder der Region. Bei der finanziellen Belastung gibt es aber Obergrenzen. Auch die Eltern tragen mit den zumutbaren Elternbeiträgen an dieser Gesamtleistung für die Gesellschaft ( den späteren Erwachsenen ) bei.

Weitere Kosten: Brandschutz, Verkehrssicherung- u. Unterhaltung auf Gemeindestraßen u. Wirtschaftswegen, Unterhaltung und Reparaturen im Bereich Straßenbeleuchtung, Seehof in Salem, Feuerwehrhäuser und öffentliche Toiletten, Teilunterhaltung des Friedhofgeländes in Salem und öffentlichen Wegen und Plätzen, die nicht der Straßenreinigungssatzung unterliegen, z.B. Badestellen, Seeufer, Parkplätze, Hackerplatz, Bolzplätze, Spielplätze , Müllentsorgung.

Die tägliche Betreuung der Kläranlage durch die Gemeinde, Herrn Timm, ist gewährleistet. Für die Pumpwerke und Kläranlage zwecks Beförderung und Reinigung der Abwässer der Siedlung Kogel, der Ortsteile Salem, Dargow und Bresahn so wie der Campingplätze Salem und Pipersee, mit dem Ziel der Einhaltung von Grenzwerten, ist eine wartungstechnische Firmenbetreuung und klärwerkstechnische Fachbegleitung gegeben.

Beschilderungen wurden aufgestellt und ergänzt, Seitenstreifen geschlegelt, Knicks geschnitten, Gräben, und Oberflächen hergestellt, Fußwegteil in Salem ergänzt, Gullydeckel dem Straßenniveau angepasst, Blumenkübel am Dorotheenhofer Weg positioniert, Info-Tafel in Salem aufgestellt, Bäume z.B. mit Herrn Günter Felke und Herrn Walter Jung gepflanzt, komplette Geschirrausstattung für das Feuerwehrhaus in Dargow und Schutzkleidung für die Feuerwehrkameraden angeschafft.

Organisationen und Verbände in der Gemeinde -
Den Akteurinnen und Akteuren, die diesen Vereinen vorstehen, sowie den vielen Helfern sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen. Von ihnen geht eine Arbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger aus, die zum Erhalt der Dorfgemeinschaft, in der man sich selbst auch wohl fühlen möchte, beiträgt. Helfen Sie auch weiterhin mit, Ihre Vorstände zu stärken und den Geist der Gemeinde hochzuhalten.

Feuerwehrrettungsboot Die für den Schaalseebereich als notwendig befundene Anschaffung eines Rettungsbootes mit Trailer, Motor und allen notwendigen Rettungsgeräten sowie persönlichen Schutzausrüstungen war nur Dank großzügiger Spendenfreudigkeit seitens der Bürgerinnen und Bürger möglich. Insgesamt wurde ein Betrag von EUR 14.290 .- gespendet. Hinzu kam ein Beitrag aus der Feuerschutzsteuer von EUR 5.891,67. Abzüglich aller Kosten verbleiben zur Deckung der Vollkaskoversicherung für das Boot, Benzin für den Motor und für die Jahreswartung des Motors für die nächsten Jahre ein Betrag von EUR 1.767,28. An dieser Stelle ein besonderer Dank an die Spender, den unterstützenden Kreisfeuerwehrverband, den Feuerwehrkameraden, die sich des Umganges mit dem Boot angenommen haben, den Feuerwehrkameraden aus Dargow, die das Boot in die Obhut des Feuerwehrhauses genommen haben und sich der Pflege annehmen sowie allen Beteiligten an diesem Vorhaben, an der Spitze der Gemeindewehrführer Jens Timm aus Dargow.

Verwaltungsstrukturreform Aus dem Vorhaben einer Kooperation oder im weiteren Verlauf einer Verwaltungsgemeinschaft zwischen den Ämtern entwickelte sich eine Auflösung des Amtes Gudow/Sterley zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt.
Zur Zeit sind folgende Beschlüsse gefasst worden:
Die Gemeinden Gudow, Besenthal, Göttin und Langenlehsten haben eine Einamtung in das Amt Büchen beschlossen. Die Gemeinden Grambek und Lehmrade haben beschlossen, künftig zum Amt Breitenfelde zu gehören. Breitenfelde geht eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Stadt Mölln ein.
Die Gemeinden Hollenbek, Sterley, Brunsmark, Horst, Klein-Zecher, Seedorf und Salem haben sich für den Weg in Richtung Amt Ratzeburg Land entschieden.

Die Umsetzung der Vorhaben bringt viele Auseinandersetzungsregelungen mit sich. Es wird spätestens mit einem Vollzug zum 1.1.2008 frühestens zum 1.1.2007 gerechnet.

Die Internetseite www.Salem-Dargow.de wurde auch im Jahr 2005 von Herrn Walter Jung betreut und den jeweiligen Veränderungen angepasst. Danke!

Die Partnerschaft mit der Gemeinde Jesendorf wurde auch im Jahr 2005 gepflegt. ( Schweriner Seenfahrt, Schlosstour, Bosseln in Salem, Kürbisfest in Jesendorf, 1. Mai in Salem ) Zum Neujahrszuprosten am 8. Jan.06 um 11Uhr am Salemer See, gibt es das nächste Wiedersehen.

Gemeindekennzahlen; Stand 3.1.2006
Amtszugehörigkeit = Amt Gudow - Sterley; Gemarkungsfläche Salem: 2511 Ha;
Hauptwohnsitze 587; ( Salem 430 ) ( Dargow 141 ) ( Bresahn 16 )
Zweitwohnsitze 186;( Salem 70 ) ( Dargow 103 ) ( Bresahn 13 )
Pastorale Betreuung in Salem: Pastorenehepaar Süßenbach aus Sterley
Dargow: Pastor Kretzman aus Mustin
Grundsteuer A+B je 290; Gew. St. 330; Zweitwohnungssteuer 12 %.
Hundesteuer: 1, 2 und weiterer Hund EUR 50, 75, 100, Kampfhund EUR 400.-
Abwasser je Qm EUR 1,12 plus EUR 13,00 Grundgebühr je Monat
Trinkwasser je Qm EUR 0,79 plus EUR 8,00 Grundgebühr je Monat
Feuerwehrkameraden 50 ( Salem 31 / Dargow 19 ) Ehrenmitgl. 11 ( 7 + 4 )
Einsatzfahrzeuge: Dargow 1 LF 16 und 1 TSF/W ; Salem 1 LF 8/6;

Der Weihnachtsbaum an der Kirche bot wieder einen sehr weihnachtlichen Anblick. Ein Dank geht an die Weichnachtsbaumschmücker Ralf Baumann, Marco Wiegers und Jürgen Kaiser sowie an Günter, Ingrid und Florian Felke, die günstigst Getränke, Wurst und Kindersachen anboten.

Besonderer Dank für geleistete ehrenamtliche Mitarbeit in 2005 zum Wohle der Gemeinde gilt allen Gemeindevertretern, Ausschussmitgliedern, den Mitarbeitern des Amtes Gudow / Sterley, den Damen Jutta Müthel aus Dargow und Frau Marion Stölmacker aus Salem für die Ordnung in den Feuerwehrhäusern, sowie allen Nichtgenannten, die irgendwo, irgendwie, irgendwann durch ihren Einsatz den Gemeinschaftssinn gefördert haben. Weiter so! Dies gilt insbesondere immer dann, wenn die finanziellen Ausstattungen nicht mehr in gewohnt üppiger Weise fließen und in uns Recourcen der gegenseitigen Hilfe freisetzen.

Im Namen der Gemeindevertretung wünsche ich Ihnen/ Euch für das Jahr 2006 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!

Herzlichst Ihr / Euer

H. Schmidt
Bürgermeister