Bürgermeisterbrief 2005


An alle Haushalte
In Salem, Dargow und Bresahn
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinder und Jugendliche,

Zeit des Rückblickes auf das Jahr 2004 und Vorausschau 2005!!!

Allgemeine finanzielle Eckdaten
Der Finanzspielraum der Gemeinden, so auch für· Salem, ist durch nicht beeinflussbare, heruntergebrochene Kosten· erheblich eingeengt.
Für das Jahr 2004 sind Mehrkosten in Höhe von· EUR 16.000.- Amtsumlage, EUR 7.900.- Brandschutz-Hydrantenkostenübernahme-, EUR 3.800.--
Kindertagesstätten, EUR 3.455.--Planungskosten und Mindereinnahmen von EUR 10.000.--Einkommensteuer und· EUR 8.000.--Schlüsselzuweisung entstanden.

Erhöhung der Amtsumlage  rückwirkend für 2004  von 31,4 auf  34,3 %.  Diese beträgt 2005   24 %. Die Kreisumlage 2005 beträgt  31% zzgl. ca. 7,25 %
aus Hartz IV. Hinzu kommen ca. 2 bis 4,25 % Amtsumlage zur Deckung der Kostenbeteiligung durch die Gemeinden von 23 % an Unterkunft und Heizung
für Bezieher von Arbeitslosengeld II. · 

Das Haushaltsjahr 2005 beginnt mit konsequenter Ausgabenüberwachung und · ist von einer weiteren enormen Belastung geprägt. Rechnerisch ist der Haushalt 2005 nur durch eine Rücklagenentnahme  auszugleichen. So müssen Abschreibungen im Bereich der Abwasserbeseitigung in Höhe von EUR 64.100.-  den  Rücklagen entnommen und dem Abwasserhaushalt zugeführt werden. Erstmalig muss auch der verminderten Gewerbesteuereinnahme durch die Verlegung des Betriebes Fa. Daberkow nach Ratzeburg Rechnung getragen werden. Für Kindertageseinrichtungen und anderes ist eine Erhöhung eingeplant. Weitere unvermeidlbare Ausgaben und Mindereinnahmen erschweren die Aufgabenerfüllung.

In Anbetracht der finanziellen Unsicherheit auf der Einnahmenseite ist eine Erweiterung des Feuerwehrhauses in Salem  ·m.E. nicht durchführbar und nicht zu verantworten hierfür Darlehen aufzunehmen. Seit Amtsübernahme als Bürgermeister im April 2000 hat die Gemeinde ·· alle Maßnahmen ohne Darlehen bezahlt. Das sollte auch so bleiben. Es gibt  noch genügend Altdarlehen aus der Abwasserbeseitigung und dem Seehof.
 
Ab  dem Jahr 2006  wird es aus heutiger Sicht keinen ausgeglichenen Haushalt geben. Hierbei ist es wenig tröstlich, dass einige Gemeinden dieses Erlebnis schon in 2005 spüren dürfen und es im Jahr 2006 kaum noch Gemeinden mit ausgeglichenem Haushalt gibt.
 
Erhöhungen der  Grundsteuer A  und B so wie der Gewerbe- und Hundesteuer auf einen Mindestwert zwecks Haushaltsausgleich festzulegen, steht zur Zeit noch nicht fest

Die kalkulierten Schulkostenumlagebeiträge an der Grund,- Haupt - und Realschule sowie Gymnasium und an den Kindertagesstätten  inklusive der Schülerbeförderung ergeben sich aus der Anzahl der entsendeten Kinder.

Bei den Kindertagesstätten werden die Förderungen seitens des Landes von 20 % auf 17 % und seitens des Kreises ab 1.1.2005 von 23 % auf 17,8 % und ab 1.8.2005 auf 15 % abgesenkt. Die Gemeinden müssen die zusätzlich entstehende Unterdeckung auffangen. Eine Erhöhung der Elternbeitragsbeteiligung von derzeit  29 % ( ca. EUR 87.--) auf ca. 36 %   ( ca. EUR 108.--) für z.B. · 5 Tage x 4 Std. scheint · ab 1.4.2005 oder später  unumgänglich.

In der KiTa Sterley wird ab 1.8.2005 auch 5 x 5 Std.  ( Elternwunsch ) etwas teurer angeboten. Geschlossen ist die KiTa in Sterley im Sommer nur 4 Wochen und · im Winter über Weihnachten / Neujahr
 
Die Schulrenovierung der Grund - und Hauptschule in Sterley ist abgeschlossen. Bis zum Schuljahresbeginn August 2005 soll die Erweiterung um 4 Klassenräume abgeschlossen sein. Kreisgelder 20 %, Land 45% bzw. 50 %, den Rest finanzieren die umliegenden Gemeinden als  Schulverbandsträger.

Variable- und Fixkosten  entstehen im Bereich des Brandschutzes, ( Feuerwehren) , Verkehrssicherung - und Unterhaltung an und auf Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen, Teilunterhaltung auf dem Friedhofsgelände und öffentlichen Wegen und Plätzen, die nicht der Straßenreinigungssatzung unterliegen, z.B. Badestellen, Seeufer, Parkplätze, Hackerplatz, Bolzplätze, Spielplätze usw.
  
Hinzu kommen Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen im Bereich der Straßenbeleuchtung, Feuerwehrhäuser und öffentliche Toiletten in Salem und Dargow, Seehof in Salem, Müllentsorgung.

Die tägliche Betreuung der Kläranlage durch die Gemeinde, Herrn Timm, ist gewährleistet. Für die Pumpwerke und Kläranlage  zwecks Beförderung und Reinigung der Abwässer der Siedlung Kogel, der Ortsteile Salem, Dargow und  Bresahn so wie der Campingplätze Salem und Pipersee, mit dem Ziel der Einhaltung von Grenzwerten, ist eine wartungstechnische Firmenbetreuung und klärwerkstechnische Fachbegleitung gegeben.

Trinkwassergebührensenkung
Zum 1.1.2005 wird der  Kubikmeterpreis von EUR 0,96 auf EUR 0,79 gesenkt. ( 2003 EUR 1,31)
Die monatlichen Grundgebühren  verbleiben bei EUR 8,00  
 
Weihnachtsbaumentsorgung 
Die Weihnachtsbäume können laut AWL mit dem Sperrmülltermin am 27.01.2005 oder bei der Ratzeburger  AWL-Station kostenlos entsorgt werden. 
 
Organisationen und Verbände in der Gemeinde  - s. Anlage - sollen auch weiterhin für ihr gemeinschaftliches Wirken mit einem Förderbeitrag unterstützt werden.  Den Akteurinnen und Akteuren, die diesen Vereinen vorstehen, sowie den vielen Helfern sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen. Von ihnen geht eine Arbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger aus, die zum Erhalt der Dorfgemeinschaft, in der man sich selbst auch wohlfühlen möchte, beiträgt. Helfen Sie auch weiterhin mit, Ihre Vorstände zu stärken und  den Geist der Gemeinde hochzuhalten.

Die Internetseite www.Salem-Dargow.de trägt auch weiterhin wesentlich dafür, das sich Gäste hierher nach Salem orientieren.

Die Partnerschaft mit der Gemeinde Jesendorf  wurde auch im Jahr 2004  gepflegt. Zum Neujahrszuprosten am 9. Jan.05 um 11Uhr am Salemer See, gibt es das nächste Wiedersehen.

Wege, Straßen, Beschilderungen
Wege wurden ausgebessert, glattgezogen, mit Bitumen versehen, Beschilderungen aufgestellt und ergänzt, Seitenstreifen geschlegelt, Knicks geschnitten, Gräben hergestellt, Oberflächen hergestellt, die  Ausbesserung der ,,Alte Dorfstraße"  in Dargow durchgeführt

FFH, NSG, Lsch-VO:   Flora-Fauna-Habitat, Natur-Schutz-Gebiet Salemer Moor,
Landschaftsschutz- Verordnung Naturpark Lauenburgische Seen  usw.
Dies sind alles Verordnungen und Gesetze mit dem Ziel Schutzgebiete auszuweisen. Hier hatte die Gemeinde, aber auch jeder Grundeigentümer fachlich begründet zu reagieren, wenn ggf. Entwicklungsflächen betroffen sind. Leider sehr mühsam, arbeits- und kostenintensiv.


Gemeindekennzahlen ;  Amt:  Amt Gudow-Sterley; Gemarkungsfläche Salem  2511 Ha;
Hauptwohnsitze  603; ( Salem 426 ) ( Dargow 157 ) (  Bresahn  20 ) incl.  76 Kind. b.16 J.
Zweitwohnsitze  178;( Salem 67 )( Dargow  98 )( Bresahn 13 ) incl.17 Kind.b.16 J.

Pastorale Betreuung in Salem durch Pastorenehepaar Süßenbach aus Sterley

Dargow, wie auch Seedorf u. Mustin wird durch Pastor Kretzman aus Mustin betreut

Grundsteuer A und B je 270 %; Gew. St. 310 %; Erhebung von Zweitwohnungsst.
Abwasser  je Qm  EUR 1,12  plus EUR 13,00 Grundgebühr je Monat
Trinkwasser  je Qm  EUR 0,79  plus EUR  8,00 Grundgebühr je Monat

Aktive Feuerwehrkameraden 51 ( Salem 32 / Dargow 19 ) Ehrenmitgl. 11 ( 7 + 4 )
Einsatzfahrzeuge: Dargow 1 LF 16 und 1 TSF/W ; Salem 1  LF 8/6;
 
Rettungsbootanschaffung

zur schnellen Rettung von Personen in Notlagen aus dem Wasser.

Über die Spendenbereitschaft bzgl. dieser Maßnahme gibt es durchweg nur Positives zu berichten. Innerhalb weniger Tage ist Dank Ihrer Spende ein Betrag von bisher ca. EUR 8.500.-- eingegangen. An diesem Beispiel wird auch aufgezeigt, wie stark der Gemeinschaftsgedanke vorhanden ist und gelebt wird. Sollten Sie bisher noch keine Möglichkeit einer Spende gehabt haben, hier noch einmal die
Konto-Nr.: 54 000 90 Blz. 230 527 50 bei der KSK Ratzeburg;  Verwendungszweck:  Feuerwehr Dargow- Anschaffung Rettungsboot.

Eine Spendenbescheinigung erfolgt durch das Amt. Wir werden Sie über den weiteren Verlauf informieren und möchten uns im Namen der Initiatoren herzlich bei Ihnen bedanken!

Silvesterknaller / Reetdachhäuser und Schmutz

Alle ,,Großen" und ,,Kleinen" Silvesterknaller bitte ich hiermit, Vorbild für andere zu sein, und den Silvesterschmutz inklusive Flaschen unter Einsatz der persönlichen Neujahrskräfte zu beseitigen. Achten Sie bitte auch beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf einen sicheren Abstand zu reetgedeckten Häusern.

Kleinere Maßnahmen in 2005
Schutzkleidung für die Feuerwehrkameraden in Salem
Gasheizungseinbau im Feuerwehrhaus in Salem
Flächenbefestigungen an Hanglagen und schiefen Ebenen zur Vermeidung von
Ausspülungen und Verhinderung von Verstopfungen der Einläufe und Leitungen der Oberflächenentwässerung
Grabenwiederherstellung für Ablauf von Oberflächenwasser

Weihnachtsbaum an der Kirche Die I initiative von Heidi Wind, Ralf Baumann, Marco Wiegers und Jürgen Kaiser als  Weichnachtsbaumschmücker ist  lobens-wert und bietet einen sehr weihnachtlichen Anblick. Danke auch dem Bürgerverein.

Besonderer Dank  für geleistete ehrenamtliche Mitarbeit in 2004  zum Wohle der Gemeinde gilt den folgenden Gemeindevertretern und Bauausschussmitgliedern:
Jens Timm, Thomas Daberkow,  Günter Felke, Wolfgang Lück, Uwe Weidemann, Peter- H. v. Zitzewitz, Nommen Kruse-Jacobsen,  Manfred Martens sowie Jochen Scharnweber, Kathrin Kruse- Jacobsen,  Thomas Neugebauer und  Jürgen Kaiser
sowie den Mitarbeitern des Amtes Gudow / Sterley für die stetige Unterstützung!

Für die Ordnung in den Feuerwehrhäusern bedanke ich mich bei den Damen Jutta Müthel aus Dargow und bei Frau Marion Stölmacker aus Salem.

Eine flächengroße Gemeinde erfordert viel Fleiß und einsatzbereite  Mitarbeit. In diesem Fall ein Dank an  Herrn Jens Timm als umsichtig wirkenden  Mitarbeiter.  

Wenn man schon mal mit Dankesworten anfängt, darf keiner vergessen werden. Damit mir das nicht passiert, möchte ich zum Schluss einen pauschalen Dank an alle aussprechen, die sich irgendwie, irgendwo, irgendwann zum Wohle der Gemeinschaft eingebracht haben. Ich würde mir wünschen, dass noch viele ihren Spaß daran finden, sich für die · Dorfgemeinschaft · einzusetzen. Dies gilt insbesondere immer dann, wenn die finanziellen Ausstattungen nicht mehr in gewohnt üppiger Weise fließen und in uns Recourcen der gegenseitigen Hilfe freisetzen. ,, Finanzielle Betrachtung ist nicht  Alles"

Im Namen der Gemeindevertretung wünsche ich Ihnen/ Euch für das Jahr 2005 Gesundheit, Glück und Zufriedenheit!  

Herzlichst Ihr / Euer

H. Schmidt
Bürgermeister