Bürgermeisterbrief 2003


An alle Haushalte
In Salem, Dargow und Bresahn
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kinder und Jugendliche,

es ist mal wieder soweit. Ein weiteres Jahr liegt hinter uns. Zeit des Rückblickes!! Konnten wir aus Sicht der Gemeinde in 2002 Befriedigendes - nicht für jeden Einzelnen sondern für die Gemeinschaft - erreichen ??

Die Wunschliste ist sehr lang. Als Gemeindevertreter haben wir Prioritäten zu setzen. Es geht nach Bedarf, Dringlichkeit und Finanzierbarkeit. Zunächst eine kleine Aufzählung von Positionen im Haushalt, auf die wir keinen Einfluss haben:

An das Amt Gudow-Streley werden 29 % und an den Kreis 31% jeweils als Umlage gezahlt. Die kalkulierten Schulkostenumlagebeiträge an die Grund,- Haupt - und Realschulen sowie Gymnasium und an die Kindertagesstätten inklusive der Schülerbeförderung ergeben sich aus der Anzahl der entsendeten Kinder. Variable - und Fixkosten entstehen im Bereich des Brandschutzes, ( Feuer-wehren ), Verkehrssicherung - und Unterhaltung an und auf Gemeindestraßen und Wirtschaftswegen, Teilunterhaltung auf dem Friedhofsgelände und öffentlichen Wegen und Plätzen, die nicht der Straßenreinigungssatzung unterliegen, z.B. Badestellen, Seeufer, Parkplätze, Hackerplatz, Bolzplätze, Spielplätze usw.

Hinzu kommen Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen im Bereich der Straßenbeleuchtung, Feuerwehrhäuser und öffentliche Toiletten in Salem und Dargow, Seehof in Salem, Müllentsorgung.

Einen breiten Raum an Fixkosten nimmt die Kläranlage mit allen Anlageteilen und Pumpwerken im gesamten Gemeindegebiet ein. Hier wird Abwasser der Siedlung Kogel, der Ortsteile Salem, Dargow und Bresahn so wie der Campingplätze Salem und Pipersee, mit dem Ziel der Einhaltung von Grenzwerten, verarbeitet.

Wir haben hier tägliche Betreuung durch Herrn R. Günther als ortsansässige Person (an dieser Stelle vielen Dank für jahrelange tägliche Pünktlichkeit ) sowie weitere wartungstechnische Firmenbetreuung und klärwerkstechnische Fachbegleitung. In Verbindung mit den Firmen wird ständig an Verbesserungen der Abwasserreinigung gearbeitet. Gut für Ihre Geldbörse: In den letzten beiden Jahren wurden die Abwassergebühren 2 mal gesenkt.

Mit all diesen Pflichtaufgaben ist der allergrößte Teil des Haushaltes gebunden. Von dem was noch bleibt ist der Einsatz abzuwägen. Organisationen und Verbände in der Gemeinde - s. Anlage - sollen auch weiterhin für ihr Wirken für die Gemeinschaft mit einem Förderbeitrag unterstützt werden. Von ihnen geht eine Arbeit zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger aus, die zum Erhalt der Dorfgemeinschaft beiträgt. Den Akteurinnen und Akteuren, die diesen Vereinen vorstehen, sowie den vielen Helfern sei an dieser Stelle ein besonderer Dank ausgesprochen. Helfen Sie auch weiterhin mit, den Geist der Gemeinde hochzuhalten.

In Salem und Dargow sind je eine Gästetafel mit dem Ergebnis - sehr gut - aufgestellt worden. Die Erdgasleitungsverlegung in Dargow ist abgeschlossen. In 2003 müssen hier noch einige Oberflächen in den vorherigen Stand gebracht werden. Zahlreiche Bäume sind als Ausgleichsmaßnahme auf Gemeindegrund gepflanzt worden sowie einige Wegbefestigungen im Gefällebereich hergestellt. An einigen Fußwegbereichen wurden Bitumenschäden ausgebessert.

Die Internetseite www.Salem-Dargow.de , die dankenswerter Weise von Herrn Walter Jung betreut wird, erfreut sich einer großen Rücklaufquote.

Hinsichtlich Ausweisungen von Wohnbauflächen im Gemeindegebiet gab es einige klärende Gespräche, auch unter Beteiligung von Kreis und Land. In 2003 wird hierauf Bezug genommen, wenn es um Flächennutzungs- und Bebauungsplanentscheidungen geht.

Ein 1994 begonnener und 2001 fertig gestellter Landschaftsplan wird nicht wie vorgesehen hälftig bezuschusst. Wegen leerer Kassen werden ca. 23.000.- EUR vom Land nicht übernommen. = Note 6 !!!

Die Partnerschaft mit der Gemeinde Jesendorf jährte sich zum 10. mal mit einer kleinen Feierstunde.

In Sachen Schaalseeschifffahrt wird in 2003 eine Aussage über die Art der Beschiffung erwartet. Mit dem Bürgerverein als Initiator wurde der Bereich rund um das Kriegerdenkmal entkrautet und für eine Rasenfläche vorbereitet. Im Rehwinkel wurde der Ablauf der Oberflächenwassersituation geregelt.

Mit viel Aufmerksamkeit wurde der Eigentümerwechsel des Freizeitheimes in Dargow durch das Leben e.V. begleitet, weil eine verbotene Sekte vermutet wurde. Viele Einzelakteure und die Gemeinde forderten von offiziellen Stellen im ganzen Land Aufklärung und Bewertung, die jedoch nicht zu einer Bean-standung mit Folgen führte. Unter dem Strich wird sich die Gemeinde für die Einhaltung geordneter bau - und nutzungsrechtlicher Vorschriften einsetzen.

Die Verkaufsverhandlungen um den Lindenhof in Salem sind nach Mitteilung des Eigentümers abgeschlossen. Eine Einigkeit mit dem Käufer soll hergestellt worden sein.

Das Salemer Leitprojekt in der Dorfentwicklung " Salemer Seeufer " hat nach vielen Überlegungen und Abstimmungen in der Gemeindevertretung sowie Verhandlungen mit dem Zuschussgeber zum Abschluss geführt. Die maximale Bausumme inklusive aller Nebenkosten beträgt 230.000.- EUR. Die Anstrengungen um Fördertöpfe haben sich gelohnt. 40 % EU-Geld, 6 % Bund, 4 % Land. Somit verbleiben 50 % bei der Gemeinde. Die Mitfinanzierung versetzt uns Gemeinde in die Lage das z. T. stark auszubessernde Salemer Seeufer mit dem Seehofaußenbereich günstig zu erneuern.

Zentrale Flächen der Neugestaltung sind die Badestelle, Spielplatz, Fläche vor der Bootsvermietung, Fläche unterhalb des Feuerwehrhauses, gesamte Fläche im Zugangs - und Zufahrtbereiches des Seehofes inklusive Seehof-parkplatz einschließlich des gesamten Uferweges vom Sportfischerhaus bis zum Seehof. Dazu gehören auch die Seeuferbeleuchtung und die Reparatur des Lindenhofsteges sowie Bepflanzungen. Die Auftragsvergabe erfolgt in der 2. Januarwoche. Mit den Arbeiten kann entsprechend der Witterungslage begonnen werden. Fertigstellung ist für Juni vorgesehen.

Die Einsparungen durch Förderungen kommen gerade zur rechten Zeit. In 2003 ist mit erheblichen Einnahmeausfällen zu rechnen. Dies konnten Sie auch schon der täglichen Presse entnehmen.

Seitens der Gemeinde sind schon verschiedene Einsparpotentiale vorgenommen worden. Der Haushalt 2003 wurde zudem unter Sparsamkeitsgesichtspunkten angefertigt und beschlossen. Bisher sind keine Einbrüche abzusehen. Wir haben uns jedoch absolut bedarfsgerechtes Wirtschaften auferlegt.

Besonderer Dank für geleistete ehrenamtliche Mitarbeit in 2002 zum Wohle der Gemeinde gilt den Gemeindevertretern und Bauausschussmitgliedern, die ich hier einmal namentlich aufführen möchte:
Kerstin Warncke, Thomas Daberkow, Hans-Otto Eggert, Günter Felke, Jürgen Kaiser, Udo Müthel, Rudolf Nuppenau, Peter- H. v. Zitzewitz sowie Nommen Kruse-Jacobsen, Manfred Martens und Thomas Neugebauer.

Ebenso gilt mein Dank dem Ehepaar Margret und Enno Vieth, die das Büro der Gemeindeverwaltung als Anlaufstelle für Sie hoch und mir den Rücken frei halten. Mit diesem nicht ganz üblichen Service wird Ihnen mancher Weg zum Amt erspart den ich sowieso 1- bis 2-mal die Woche fahre. Für die Ordnung in den Feuerwehrhäusern bedanke ich mich bei den Damen Frau Christa Röder aus Dargow und bei Frau Marion Stölmacker aus Salem.

Eine flächengroße Gemeinde erfordert viel Fleiß und einsatzbereite Mitarbeit. In diesem Fall ein Dank an Herrn Jens Timm als umsichtig wirkenden Mitarbeiter. Hinsichtlich der Straßenreinigungssatzung möchte ich mich an dieser Stelle bei Ihnen allen bedanken. Es hat funktioniert!

Wenn man schon mal mit Dankesworten anfängt, darf keiner vergessen werden. Damit mir das nicht passiert, möchte ich zum Schluss einen pauschalen Dank an alle aussprechen, die sich irgendwie, irgendwo, irgendwann zum Wohle der Gemeinschaft eingebracht haben. Ich würde mir wünschen, dass noch viele ihren Spaß daran finden, sich für die Dorfgemeinschaft einzusetzen.

Im Namen der Gemeindevertretung wünsche ich Ihnen/ Euch für das Jahr 2003 Gesundheit und Zufriedenheit!

Herzlichst Ihr / Euer

H. Schmidt
Bürgermeister